Demächst

„Alles fließt“ - Neue Fotoausstellung von Klaudia Dietewich im Amüseum am Wasserfall

 

Die Städtische Galerie des Amüseums am Wasserfall in Saarburg präsentiert ab 28. Juni eine neue Ausstellung: Unter dem Titel „Alles fließt“ zeigt die Stuttgarter Künstlerin Klaudia Dietewich die beeindruckende Bandbreite ihrer fotografischen Spurensuche. Die Vernissage findet am Sonntag, den 28. Juni 2026 um 11 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Klaudia Dietewich versteht sich selbst als Spurensucherin. Seit mehr als 20 Jahren bereist sie die Welt, um die subtile Ästhetik alltäglicher Relikte zu dokumentieren. Ihr Fokus liegt auf farbigen Markierungen, Reparaturen, Übermalungen und Fragmenten auf Straßen, Plätzen sowie in der Natur. Im Geflickten, Übersehenen und Vergessenen findet sie nicht nur eine ganz eigene Schönheit, sondern auch eine Parallele zur Vergänglichkeit unserer eigenen Existenz. Ihre ungegenständlichen Asphalt- und Naturfotografien regen die Phantasie an: Betrachterinnen und Betrachter glauben oft, konkrete Gegenstände oder Landschaften zu erkennen – so werden die Werke zu Projektionsflächen der eigenen Einbildungskraft.

 

Die Ausstellung vereint verschiedene Facetten und Serien aus dem Schaffen der Künstlerin:

 

Asphaltspuren: Abstrakte Momentaufnahmen aus mehr als 250 Städten in 60 Ländern. Realisiert auf gebürstetem Aluminium, machen diese Fragmente die visuelle Sprache urbaner Kulturen und die stille Poesie menschlicher Spuren erlebbar.

 

Flüchtige Landschaften: Faszinierende Fotografien von einem speziellen Sandstrand in der Bretagne. Hier formen Granitpartikel im Spiel der Wellen immer wieder neue, flüchtige Bilder, die im nächsten Moment wieder verschwinden – ein Versuch, das Fließen der Zeit anzuhalten.

 

Serie „Vanishing Universe“: Malerische Aufnahmen aus der Antarktis, die den drohenden Verlust dieses einzigartigen Ökosystems spürbar machen und eindringlich auf die Gefahren des Klimawandels und des abschmelzenden Eises hinweisen.

 

Die Fotografie erweist sich in Dietewichs Werk als das Medium, das den Blick der Fotografin als schöpferische Kraft ins Zentrum stellt und das Publikum einlädt, die Welt völlig neu zu entdecken.

 

Kurzinfos

Ausstellung: „Alles fließt“ – Klaudia Dietewich

Amüseum am Wasserfall, Am Markt 29, 54439 Saarburg, www.amueseum-saarburg.de, T: 06581 99 46 42 (täglich 11 – 16 Uhr, außer samstags)

 

Vernissage: Sonntag, 28. Juni 2026, um 11:00 Uhr (in Anwesenheit der Künstlerin)

 

Ausstellungszeitraum: 28. Juni bis 4. Oktober 2026

 

 


Aktuell

Molekulare Verwandtschaft: Andreas Hamacher im Amüseum am Wasserfall

 

Vom industriellen Stahlrohr zur kosmischen Skulptur – Vernissage am 15. März

 

Das Amüseum am Wasserfall lädt am Sonntag, den 15. März um 11 Uhr, zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung Molekulare Verwandtschaft des Trierer Künstlers Andreas Hamacher ein. In den historischen Räumen des Städtischen Museums entsteht ein Dialog zwischen moderner Stahlkunst und alter Maschinentechnik.

 

Industrielles Erbe trifft organische Form
Hamacher nutzt für seine Werkreihe gebrauchte Stahlrohre – Relikte aus dem technischen Alltag, die einst Flüssigkeiten oder Gase durch industrielle Anlagen leiteten. Durch Schneiden, Pressen und Verformen bricht er die strenge Geometrie des Materials auf. Es entstehen neue, organische Formen, die ihre industrielle Herkunft zwar noch erahnen lassen, sich aber zu einer völlig neuen, lebendigen Ästhetik entfalten. Seine Serie der sogenannten „Haptikons“ lädt dabei explizit zum „Anfassen und Begreifen“ ein: Das Spannungsfeld zwischen dem schroff Abweisenden und dem weich Einladenden des Stahls wird durch die taktile Erfahrung unmittelbar spürbar.

 

Das Element Eisen
Der Titel Molekulare Verwandtschaft verweist auf das verbindende Element Eisen (Fe). Hamacher thematisiert dessen faszinierende Herkunft: Als Bestandteil von Meteoriten gelangte Eisen einst aus dem Kosmos auf die Erde. Heute prägt es als Stahl unser modernes Leben, die Architektur und findet sich sogar als lebenswichtiger Baustein in unserem eigenen Körper wieder. Jede Skulptur Hamachers ist somit ein Träger urzeitlicher Moleküle und verbindet das Menschengemachte mit dem Universum.

 

Über den Künstler
Andreas Hamacher (geb. 1967) lebt und arbeitet in seinem Atelier im alten Milchhof in Trier. Er versteht sich als „Skulpteur“, der dem Material eher etwas nimmt oder es umformt, statt es nur zusammenzufügen. Sein Werk wurde bereits vielfach international ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kunstpreis des Independent Art Museum (IAM) 2016. Seine Arbeiten sind regelmäßig in Ausstellungen in ganz Europa – von London über Brüssel bis Luxemburg – zu sehen.

 

Details zur Ausstellung

·         Vernissage: Sonntag, 15. März, um 11:00 Uhr

·         Ausstellungsdauer: Ab 15. März bis zum 14. Juni

·         Ort: Amüseum am Wasserfall (Museum und Wasserkraftanlage, Am Wasserfall, 54439 Saarburg

·         www.andreas-hamacher.eu

 

·         www.amuesuem-saarburg.de